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Notfall, was nun?

Seid es das Internet gibt und somit ein Großer Funduss an Wissen bereit steht hat sich viel für die Haustierhaltung verbessert. Man informiert sich mehr. Tauscht sich mit anderen Tierhaltern aus und kann sich besser einrichten.


Leider hat das auch eine Schattenseite. Viele Menschen versuchen aufeinmal selber Arzt zu spielen und eigne Diagnosen zu stellen als zum Tierarzt zu gehen. Man kann ja immerhin eine Menge Geld sparen nicht wahr? 

Das ist allerdings meiner Meinung nach der falsche Weg. Sicherlich kann man sich im Internet Tips für die Emtwurmung oder Krallenschneiden holen aber wenn ich manchmal solche Sachen lese: " Meine Katze ist aphatisch und hat Durchfall!" oder " Meine Katze frisst und trinkt seid drei Tagen nicht mehr!" kommt mir das kalte Schauern. 

Ich als Halter kenne doch mein Tier von allen am besten. Also warum geht man nicht dann wenn man feststellt dem Tier geht es nicht gut zum Tierarzt? Warum will man eine unsichere Diagnose stellen die mein Tier töten könnte? Mal davon abgesehen das man nicht alles mit Hausmitteln beheben kann. ( Was nicht heißen soll das ich für die volle Chemieladung bin. Ich bevorzuge auch immer erstmal natürliche Mittel aber wenn es nicht zu umgehen ist muss es einfach sein!)

Mein Gedanke hierbei ist. Wenn ich mir ein Tier zulege. Egal welches. Übernehme ich Verantwortung. Das bedeutet für mich das ich alles Menschenmögliche unternehme damit das Tier so angenehm und sicher wie möglich lebt.

Das beinhaltet einfach auch das wenn es mal nötig ist mit den Tieren zum Tierarzt gehe und nunmal in die Brieftasche greife. Sicherlich wüsste ich auch schönere Dinge mit meinen Geld anzufangen aber es ist dann halt so. 

Immerhin ist die Freude dafür dann umso größer wenn das Tier wieder fröhlich durch die Gegend hüpft.

 Was allerdings in jeden Katzenhaushalt vorrätig sein sollte ist Fencheltee und Bachblüten. Fenchel um Wunden auszuwaschen und Bachblüten um Stress der Tiere zu vermeiden.

 Jedoch verhindern diese beiden Dinge nicht den weg zum Tierarzt. Das will ich nochmal ausdrücklich sagen.

3.10.14 11:51, kommentieren

Eine Wilder Kater...was den nu?

Wie ich in meinen ersten Post geschrieben habe, war Charlie komplett wild als er damals mit seinen Geschwistern ins Tierheim kam. Eine gute Freundin von mir hat die vier bekommen und denen nicht viel Chance auf Vermittlung ausgerechnet. Wer möchte sich schon ein Wildwuchs ins Haus holen wenn man ihn nicht streicheln und kuscheln kann?

Was sollte also geschehen? Mir taten die vier so leid und ich wollte nicht einsehen das so schöne Tiere als Ladenhüter im Tierheim bleiben sollen. Ich will nicht sagen das es den Tieren da schlecht. Eher im Gegenteil. Was gemacht werden kann wird getan. Aber man darf nicht vergessen das die Tiere durch die Masse der Tiere einfach gestresst ist und die Pfleger nicht die Zeit haben sich ausgiebig mit jeden zu beschäftigen.

Dementsprechend entschloß ich mich einen der vier zu mir zu nehmen. Meine liebe Freundin setzte noch einen drauf und gab mir den wildestes der vier. Simai oder heute Charlie. 

Ich wusste nicht worauf ich mich einließ und hab im stillen Kämmerlein befürchtet das ich mir zu viel zugemutet habe aber gesagt war gesagt. Charlie würde am 20 Dezember gleich nach seiner Kastration bei mir einziehen. Also bereitete ich alles vor und nahm mir frei. Ich wollte einfach irgendwie da sein und den Kleinen wenn auch noch zugedröhnt von der Narkose ein Gefühl von Sicherheit vermitteln.

Als ich ihn aus der Tierklinik holte war mir bange. Was ist wenn ich ihn nicht hinkriege? Was ist wenn wir keine Endstelle für ihn finden? Wie werden meine Mädels auf ihn reagieren? Aber es war zu spät für ein Rückzieher also setze ich mich ins Wartezimmer um den Kleinen zu holen. Ein bisschen zitterig wurde ich als man mir sagte der Oberarzt will nochmal mit mir sprechen bevor sie mir den Kleinen mitgeben.

Oh Gott hat er Katzenseuche? Katzenaids? Wie soll ich mich verhalten? Aber es stellte sich raus das mir die Ärztin nur eine Kurze zusammenfassung geben wollte. Glück gehabt.

Ich nahm den Kleinen Mann nach Hause. Brachte ihn ins Bad. Deckte ihn gut zu und ließ ihn in Ruhe seinen Rausch auschlafen. Für Charlie war es sicherlich ein Schock. Aufeinmal war er von seinen Geschwistern getrennt und in einen Raum den er nicht kannte mit komplett fremden Gerüchen.

Er bezog Stellung hinter der Toilette und würde diesen Platz nur dann verlassen wenn ich nicht im Raum war um zu fressen. Im Waschbecken zu schlafen und natürlich das Stille Örtchen für sich aufzusuchen. Das ganze ging ungefähr zwei Wochen so. Wenn ich das Bad betratt wurde ich mit Fauchen und bösen Blicken begrüßt. Immerhin war ich die Böse die ihm entführt hatte.

Währenddessen wurden Mai und Gloria immer neugieriger was sich aufeinmal hinter der Tür verbrag.  Was war das wohl für ein Geruch? Woher kamen die Geräusche.

Nach diesen zwei Wochen war ich der Meinung das der Kleine Mann genug Ruhe hatte und bemerken sollte das es eine Außenwelt gab. Also öffnete ich die Tür und ließ ihn weiterhin in Ruhe. Zwar gingen Mai und Gloria hinein aber er kam nicht heraus. Ich musste mir was einfallen lassen. Also begann ich ihm vorzulesen und ihn schamlos mit Bierwurst zu bestechen. Ja so ging es eine weitere Woche bis er sich immer mehr Vortraute um diese merkwürdige Wesen was ständig erzählte und mit Bierwurst lockte zu begucken. Er frass die Wurst zwar aber nur aus sicher Entfernung. Ich nahm es aber als Fortschritt und beschloss ihn nicht zu bedrängen. Geduld war das Stichwort was funktionierte.Spielten wir das Spiel halt nach seinen Tempo.

So ging es eine weitere Woche. Lesen und mit Leckerlie locken. Irgendwann hatte ich ihn soweit das er das Fressen aus meiner Hand nahm. Es gab ihn scheinbar den Mut den er braucht um auch Mai und Gloria kennen lernen zu wollen. Die ersten Kontakte wurden dank Leckerlie geknüpft. *Videos dazu findet man auf  Charlies Facebookseite. Ist hier verlinkt.*

Je mehr er sich mit Mai und Gloria anfreundete desto mehr verlor er die Scheu vor mir. Ich durfte zwar nicht streicheln aber er traute sich zum rumgucken raus. Irgendwann beschloss ich das er mit den beiden zusammen in der Küche fressen konnte und stelle sein Futter dazu was er auch ohne Zucken mit annahm. 

Irgendwann kam mir dann auch die Idee das ich das Essen mit etwas positiven wie Streicheln verknüpfen konnte damit er bemerkte wie gut das war. Also streichelte ich ihn immer wieder erst zaghaft dann richtig und er ließ es sich immermehr gefallen. Bald darauf wurde dazu genießend geschnurrt. Mission Part eins geglückt. Menschenhand nicht gleich Ärger im Verzug.

Leider begann Mai irgendwann Krawall zu machen weil sie Charlie erst nicht im Bett akzeptieren konnte. Also musste Charlie über Nacht zurück ins Bad. Aber auch das nahm er ohne zu murren hin. Mein Nachteil war halt das er aber auch begann dann pünktlich um 6 in der Früh zu mautzen damit ich ihn rausholte. Bitte...was macht man nicht alles für den Kater...Dann nach einer weile geschah das Wundern. Er ließ sich ohne zu murren von mir streicheln. Ganz ohne sein Fressen. Er wurde immer mehr eine Schmusekatze weshalb ich ihn ab April zur Adoption freigab. Aber es meldeten sich nie wirklich Leute.

Ich denke das lag an mir weil ich Ihnen gleich ehrlich sagte das Charlie Zeit braucht und keine Schoßkatze ist mit den man mockeln kann wie man will. Er ist mehr der stille Beobachter der zwar überall dabei sein will aber nur dann Kuscheln kommt wenn er es will. 

3.10.14 11:31, kommentieren