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Katzen, Katzen ...und ein Kater?

Seid ich ziemlich klein war wollte ich immer schon Katzen haben. Warum? Tja ich denke weil mich die Tiere einfach durch ihr ruhiges und Geduldiges Wesen gefesselt haben. Dementsprechend war meine Freude natürlich groß als mein Wunsch sich mit 8 Jahren erfüllte und ich das Kitten eines Nachbarn haben durfte.

 

Also schnell losgelaufen und mir die beiden Kleinen angesehen. Eine Kleine ganz schwarze und eine größere schwarz-weiße Katzen. Vllt eine Stunde alt lagen dort vor mir und ich sollte mich für eine der beiden Entscheiden. Für ein Kleines Mädchen geht diese Entscheidung nicht nach Kleiner oder größer. Hübsch oder hässlich. Gesund oder schwächlich. Nein...ich denke das geht rein nach Gefühl. Also sagte ich damals das ich die Kleine ganz Schwarze haben wolle.  

 

Damals sagte man mir die Kleine würde die Nacht nicht überleben und ich solle doch lieber die schwarz-weiße nehmen. Traurig aber doch entschied ich mich also für sie. 

 

Was ich damals nicht wusste war das, dass Kleine Baby damals dann getötet wurde weil die Katze nicht genug Milch hatte und man dem Kleinen kaum ne Chance ausrechnete. Als Kind denkt man darüber nicht nach und freute sich dann darüber das man einen großen Wunsch erfüllt bekommen hat. 

 

Also taufte ich das Kätzchen Glöckchen und freute mich darauf das sie in 8 Wochen bei mir einziehen sollte. Ich glaube ich muss nicht dazu schreiben das ich eigentlich jeden Tag bei meinen Nachbar war und mit der Kleinen spielen wollte. 

 

Wenn man das jetzt im Nachhinein betrachtet haben meine Eltern mangels besseren Wissen alles falsch gemacht, was man falsch machen konnte nur um mir eine Freude zu machen. Immerhin ist ein Kätzchen mit 8 Wochen deutlich zu jung um von der Mutter getrennt zu werden, noch ist ein Kleines Mädchen von 8 Jahren wirklich soweit sich um dieses Tier kümmern zu können. 

 

Dennoch zog sie bei uns ein und ich freute mich diebisch. Da ich in der Prägungsphase nur um Glöckchen rumgetänzelt bin. Bzw. Das sie fast nur bei mir im Zimmer gewohnt hat während sie drei Monate drinne bleiben musste, hing Glöckchen an mir. Was sie in mir sah weiß ich nicht. Ein Kitten mit dem man spielen konnte. Das Muttertier oder einfach nur der Dosenöffner wer weiß. 

 

 Für mich was es die tollste Katze überhaupt. Immerhin konnte Glöckchen Türen öffnen. Schlief mit vorliebe in meinen Puppenwagen und lief mir überall hinterher.

 

Das führte sogar soweit das ich auf meinen Weg zur Schule jeden Tag umdrehen musste weil Glöckchen mit mir das 1x1 lernen wollte oder hinter mir hersprang wenn ich in das große Schwimmbecken in der Badeanstallt war. ( Für das Verständniss, die Katze kam allein dort hinein weil es ein Freibad in der Straße war wo ich wohnte)

 

Im Grunde genommen müssen wir beide ein sehr lustiges Bild abgegeben haben und jetzt Jahre später schmunzle ich immer wieder gern darüber. Leider blieb Glöckchen nicht lange bei mir.

 

Als ich 12 war kam ich von der Schule nach Hause wo unsere Nachbarin schon auf mich wartete. Sie berichtete mir das Glöckchen angefahren worden sei und der Fahrer sie mitgenommen hätte. 

 

Eine Welt brach für mich zusammen. Ich denke jeder kann sich vorstellen wieviele Tränen gefloßen sind und wie lange wir gesucht hatten. Vergebens. 

 

 Meine Eltern versuchten mich zu trösten und gingen mit mir in eine Katzenauffangstation wo ich mir eine neue Katze aussuchen durfte. Luna ist es geworden. Im Grunde das krasse Gegenteil zu Glöckchen. Sie ist hauptsächlich weiß mit Flecken die getigert sind. Dazu ist sie nicht sehr freundlich zu anderen und auch eher genügsam. Zu ihr baute ich nie so ein inniges Verhältnis auf wie zu Glöckchen was daran gelegen haben mag das man nicht verlorene wirklich ersetzen kann. Weswegen Luna nun auch bei meiner Mutter lebt. Mit über 15 Jahren ist sie aber noch sehr fit und maust was das Zeug hält zum leidwesen meiner Mutter.

 

In Finnland kam ich dann durch meine zweite Gastfamilie in Paimio wieder näher mit Katzen im Kontakt. Damals hatte Cleo und Viro in dem Haushalt gewohnt und Cleo hatte kleine Babykätzchen. Vier an der Zahl. Eins süßer als das andere. Am liebsten hatte ich damals den rot-weißen Kater der mir mit vorliebe auf der Schulter saß und mich im Haus verfolgte um Dummheiten anzustellen. Leider wurden alle vier sehr schnell vermittelt und ich freundete mich mit den anderen beiden an. Cleo und Viro waren nicht sehr einfach aber trotzdem gern gesehen in meinen Kuschelbett. Bis zu dem Moment wo sich Cleo dazu bereit erklärte alle Eichhörnchen in der Umgebung abzumurksen und mir zu bringen. Ob sie gedacht hat ich verhungere?

 

Im Frühjahr darauf brachte Cleo wieder Kitten zur Welt drei an der Zahl. ( Kastration und Tierschutz waren für mich damals noch Dinge die mich nicht sonderlich Interessierten) Aurinko ein rot-weißer Kater. Kuka der fast ussah wie meine Luna und Princessa die komplett grau getigert war.



Drei sehr süße Mäuse wo ich Hebamme war und mich freute das sie da waren. Alle drei tappten gern ihrer Mama nach in mein Bett was also bedeutete das ich immer mal wieder fünf Katzen in mein Aupair-Zimmer hatte. Plus ab und zu ein Eichhörnchen in Einzelteile oder auch mal in einen Stück. Mmmh jetzt so betrachtet würde ich sage das war eine etwas verrückte Wohngemeinschaft oder?


Ich hoffte das ich eins der Kleinen behalten durfte weil ich besonders an Princessa hing. Sie war klein aber verdammt frech, das Mäuschen. Was mir sehr gefiehl. Aber auch sie gingen in ein neues Zuhause und ich musste auch nach Deutschland zurück.

 

Dort bekamm ich ziemlich schnell eine eigne Wohnung und fühlte mich einsam. Ich fand keinen Anschluss und bezug mehr zu den Leuten hier und beschloss mir eine neue Katze zu holen.



Diesmal dank Internet etwas belesener und schlauer ging ich ins Örtliche Tierheim wo ich mich expliziet nach einer ältere Einzelkatze erkundigte.

 

Ich wurde fündig mit Gloria....obwohl ich eher sagen muss das Gloria ihren Einzug eher beschlossen hat als das ich noch viel Mitzureden hatte. 

 

 Gloria ist eine wunderschöne schwarze Katze mit weißen kleinen Fleck auf der Brust. Mein Vater sagte damals sie guckt als würde sie einen gleich an die Kehle gehen. Aber zu mir war sie immer gutmütig und freundlich

 

 Immerhin wurde gleich mein Bett gesichert und ich beschmust.

 

 Als dann irgendwann die Katze eines Arbeitskollegen bei mir einzog für eine Woche bemerkte ich das Gloria sich sehr darüber freute das die Katze da war obwohl diese sie nach Strich und Faden verkloppte. War sie wirklich so gern allein wie man mir versicherte?

 

Nun diese Frage beantworte sich dann im Dezember drei Monate später. Dort fand ich dann Mai. Vielleicht 8-10 Wochen alt. Halb verhungert und komplett verwurmt. Meine Tierärztin rechnete Mai nicht viele Chancen ein und meinte das es besser wäre sie ziehen zu lassen aber ich wollte nicht aufgeben. 

 

 Also bekamm Mai die Flasche und die Fürsorge von Gloria die widererwarten eine sehr tolle Mama war. Sie übernahm die Arbeiten die ich nicht konnte. Putzen. Das Katzenklo nahe bringen und das richtige erbetteln von Leckerlies.  Alles Elementare sozusagen. Natürlich waren 30qm² für uns zu klein weswegen ich bald in eine größere Wohnung zog und mich mit einer Pflegerin aus dem Tierheim anfreundete.

 

Letztes Jahr im Dezember erzählte mir diese dann von einen Fund aus einer Gartensparte mit vier sehr wilden Katzenkindern. Drei Jungs und ein Katzenmädchen. Sie meinte das die vier so kaum eine Chance auf Vermittlung hätten. 

 

Ich rang mit mir. Solche vier süßenKatzen sollten nie ein tolles Zuhause finden? Also bot ich mich an zu helfen. Im Grunde hatte ich keine Ahnung worauf ich mich einließ und hatte im Hinterkopf natürlich Angst. Was bedeutet es drei Katzen zu haben? Wie geht man mit einer wilden und sehr scheuen Katze um?

 

Sie gab mir den schlimmsten der vier und mein Job ging los. Merkwürdigerweise machte mir Charlie es sehr leicht. Es schien einfach so zu das er keinen Menschen kannte. Weshalb meinte Arbeit hauptsächlich darin bestand geduld zu haben und die Damen ihren Job machen zu lassen.

 

 Acht Monate waren ne ziemlich lange Zeit und Charlie fasste zu mir vertrauen. Nach einer gescheiterten Vermittlung wurde aus der Pflegemama dann auch die Dosenöffnerin und so hab ich nach all den Jahren Katzen auch einen Kater....

27.9.14 18:04, kommentieren